Osteomyelitis

Bei einer chronischen Osteomyelitis, der Entzündung eines Knochens, ist häufig eine mangelnde Blutversorgung des Knochens zu verzeichnen. Es sind, z.B. durch Operationen oder Verletzungen an diesem Knochen, häufig einfach nicht genügend Blutgefäße vorhanden. Die Effekte sind: Zu wenig Sauerstoff im Knochengewebe, mangelnde Nährstoffversorgung und mangelnde Keimabtötung durch die körpereigene Immunabwehr.
Selbst eine Antibiotikatherapie erreicht oftmals nicht mehr den Wirkort an der Entzündung.

Durch die HBO-Therapie und den damit verbundenen Sauerstoffanstieg wird eine Neubildung der Blutgefäße erreicht, die den oben genannten Mechanismen dauerhaft entgegenwirken. Das betroffene Knochengewebe bekommt so die Chance, sich wieder zu regenerieren.Osteomyelitis

Therapieablauf

Für die Behandlung von Osteomyelitis mit hyperbarem Sauerstoff sind etwa 20 bis 40 Sitzungen erforderlich. Die Anzahl der Sitzungen richtet sich nach dem Therapieergebnis.

Zu beachten ist, daß die hyperbare Sauerstofftherapie begleitend, in der Regel ambulant, durchgeführt wird. Eine ggf. tägliche Wundpflege, eventuelle Verbandwechsel und eine zusätzliche Gabe von Antibiotika oder notwendige chirurgische Interventionen zur Entfernung von abgestorbenem Gewebe, bleiben in der Hand des überweisenden Arztes.