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Crush Verletzungen

Schöppenthau, H., Kemmer, A. & Trapp, O. Trauma Berufskrankh (2004) 6: 21. doi:10.1007/s10039-003-0825-x
"Bei Crush-Verletzungen und anderen akuten traumatischen Ischämien kommt es zu einem Circulus vitiosus aus Ischämie, Hypoxie, Ödembildung, Störungen der Mikrozirkulation und weiterer Ischämie im Grenzbereich der ursprünglichen Verletzungszone. Da körpereigene Abwehr und Reparaturmechanismen in hypoxischem Gewebe gestört sind, ist das Risiko für Wundheilungsstörungen und Infektionen deutlich erhöht. Bei Wiederherstellung der Perfusion drohen Reperfusionsschäden.

Im Vordergrund der Therapie stehen neben der Schockbekämpfung stets die sofortige operative Revision von Weichgeweben und Gefäßverletzungen sowie die Stabilisierung von Frakturen. Adjuvant sollte schnellstmöglich eine hyperbare Oxygenierung (HBO) durchgeführt werden. Bei frühzeitiger Anwendung kann sie größere ischämische Nekrosen verhindern, Amputationen minimieren, eine Ödemreduktion bewirken, Infektabwehr und Wundheilungsprozesse unterstützen und Reperfusionsschäden verhindern. Essenziell sind jedoch ein frühzeitiger Behandlungsbeginn und eine konsequente Durchführung der HBO-Therapie ohne Einschränkung etablierter chirurgischer und intensivmedizinischer Standardtherapien."

Im Klartext:
Bei einer Crush-Verletzung führen körpereigene Abwehrmechanismen in einer Spirale zu schweren Folgeschäden. Nur bei sofortiger intensimedizinischer und chrirurgischer Intervention bei anschließender HBO-Therapie können Folgen wie Amputaionen, Nekrosen und Infekte verhindert oder zumindest minimiert werden.

 
 

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